Mission! Was ist das?

Mission im AT, Christuszentriert predigen

Mission im AT

Mission wird meistens auf den sogenannten „Missionsbefehl“ Jesu aus Mt 28,18f zurückgeführt.


„Und Jesus trat zu ihnen und redete mit ihnen und sprach: Mir ist alle Macht gegeben im Himmel und auf Erden.
Geht nun hin und macht alle Nationen zu Jüngern, und tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes,
und lehrt sie alles zu bewahren, was ich euch geboten habe! Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis zur Vollendung des Zeitalters.“
Auch wir berufen uns auf diesen Vers, als unseren Auftrag. Doch der Missionsauftrag setzt schon viel, viel früher ein. Alle biblischen Bücher berichten davon, dass Gott die Gemeinschaft mit dem Menschen sucht. Er offenbart sich um zu retten.
Man sieht bereits in frühester Zeit, dass Gott Menschen aussendet, die seine Botschaft den Menschen überbringen sollen. Dabei beschränkt sich Gott nicht nur auf das Volk Israel, sondern sendet seine Boten auch zu den gottlosen Völkern. Das sehen wir schon bei Noah der ein Prediger der Gerechtigkeit genannt wird (2. Petrus 2,5). Folglich hat er Gottes Gerechtigkeit den Völkern verkündigt, weil es noch gar kein auserwähltes Volk Israel gab. Doch sie haben nicht auf ihn gehört.
Gottes Wunsch nach Gemeinschaft spitzt sich dann in der Erwählung des Volkes Israel zu und doch war es nicht auf Israel beschränkt, sondern nur vorherrschend. Doch Gottes Wille war es dass Israel ein Volk sei, an dem alle Völker die mächtige Hand des Herrn erkennen und ihm Ehrfurcht erweisen (Jos. 4,24). Man könnte sagen, dass das Volk Israel ein Vorzeigebild der Mission sein sollte.
In Psalm 96,2f lesen wir: „Singt dem HERRN, preist seinen Namen, verkündet von Tag zu Tag sein Heil! Erzählt unter den Nationen seine Herrlichkeit, unter allen Völkern seine Wundertaten!“
Besonders deutlich wird Gottes Rettungsabsicht auch bei der Sendung von Jona (780 v. Chr.): Das Volk Israel existierte bereits, doch Gott will, dass auch Gottlose zu ihm umkehren. Die Folge ist: Die heidnischen Schiffsleute beten zum Herrn (Jona 1,14ff) und die Leute in Ninive tun Buße (3,5ff).

Mission im NT

Da Israel sich von Gott abgewendet hat, ist es schließlich ein Volk, dass selbst zum Missionsfeld wird. In diese dunkle Zeit sendet Gott seinen Sohn Jesus Christus um die verlorene Herde wieder zurück zu bringen (Mt. 10,5-7).
Als Jesus auf die Erde kommt, ist er derjenige, der zuerst selbst als Ausgesandter verkündigt (Matt. 10,5ff; 4,17; 11,1; Mk. 1,38f;). Er ist das große Vorbild der Mission. Am Ende sendet Er seine Jünger bzw. seine Nachfolger aus, um sein Evangelium unter allen Völkern zu verkündigen (Mt. 28,19f; Mk. 16,15).

Wir Christen sind als Boten in die Welt gesandt

Mission bedeutet, dass Gottes Volk, also wir Christen, in die Welt gesandt sind, um das Evangelium von Jesus Christus zu verkündigen. Dieser große Auftrag hat seinen Ursprung im Wesen und Willen Gottes. Sein auserwähltes Werkzeug dafür ist die Gemeinde (1. Petr. 2,9). Wenn Menschen Gott dienen oder dienen wollen, dann beruft er sie durch den heiligen Geist in die Mission, was durch Aussendung der Gemeinde bestätigt wird.
Wir sind von der Bibel dazu aufgefordert, alle Menschen mit unserer Verkündigung zu erreichen. Nicht nur ausgewählte Personen oder Völker, sondern unser Auftrag gilt der ganzen Welt.
Unsere Verkündigung sollte in allererster Linie eine Christuszentrierte Verkündigung sein. Ja unser ganzes Leben sollte einen Missionscharakter haben und Christus verkündigen.

Das ist unser Missionsziel: Das Evangelium (die Siegesbotschaft) von Christus allen Völkern zu bringen.